Kinder lernen Sprache in der Interaktion mit anderen Kindern und Erwachsenen. Bereits das Neugeborene verfügt über Strukturen im Gehirn, die für den Spracherwerb grundlegend sind, denn alle Eindrücke, die Kinder von Geburt an wahrnehmen, hinterlassen Spuren. Sie entdecken die Welt, ihre Stimme und die der Anderen, viele Laute, den Körperausdruck und das Zeigen.

 

Im Alter von 16 Monaten bis zwei Jahren lernen die Kinder durchschnittlich alle 90 Minuten ein neues Wort. Sie fangen an, sich bewusst mit Sprache auseinander- zusetzen. Im Rollenspiel verarbeiten sie sprachliche Erfahrungen und erweitern sie. Dies ist wichtig, um begriffliche Erfahrungen zu machen und später mit eigenen Gedanken und Handlungen weiter zu entwickeln. < Künstlerische Kinder

Im Alter von vier Jahren sind die meisten sprachlichen Grundlagen angelegt. Sprache ist nicht mehr nur handlungsbegleitend sondern dient zur Kommunikation. Jetzt verändert sich der Spracherwerb, Kinder können nun über den Inhalt der Worte und Bedeutungen nachdenken.

Für das frühe Sprechen lernen, ist das gemeinsame Betrachten von Büchern, das Mitsprechen von Versen und das Singen wichtig. Kinder verweilen bei Einzelheiten, Interessantes wird immer und immer wieder wiederholt, angeschaut und befragt. Reichhaltige Literacy-Erfahrungen fördern sowohl aktuell als auch längerfristig die Sprachentwicklung und sind wesentliche Voraussetzungen für die Begriffsbildung und die Abstraktionsfähigkeit der Kinder. Gemeinsam mit dem Kind vertrauten anderen Kindern und Erwachsenen nehmen sie im Dialog an dem Geschehen ihrer Umwelt teil.

Eltern sollten mit ihren Kindern die Sprache sprechen, in der sie sich emotional und kognitiv besser ausdrücken können. Dies ist in den meisten Fällen deren Herkunftssprache. Daneben sollten Kinder schon früh die Möglichkeit haben, die Sprache des Landes, in dem sie leben, zu lernen. Die päd. Fachkraft in der Krippe und in der Kindertagesstätte spricht aus diesem Grund viel mit den Kindern. Es ist für die Entwicklung einer Sprache von großer Bedeutung, wenigstens in einer Sprache kompetent zu sein. Dies gilt vorrangig für die Sprache, in der die Bildung erfolgt. Kinder sind offen und neugierig. Durch Themen, die sie interessieren, erwerben sie neuen Wortschatz. Zusammenhänge mit Handlungen werden im Kindertagesstättenalltag hergestellt, so dass es für die Kinder selbst einen Sinn ergibt.